Einer von 329

Von meinem ersten Whisky-Tasting hat mich eine Flasche mit nach Hause begleitet. Guter, guter Stoff. Caol Ila, 14 Jahre, Fassstärke.

Wenig spektakuläre Rahmenbedingungen, dafür umso besser im Geschmack. Farblich so hell wie Weißwein, entpuppt er sich als so ungemein angenehm, dass mich der Preis von 80€ nicht abhalten konnte.

Der Geruch von Whiskies lässt ja immer nur bedingt auf den Geschmack schlußfolgern. Der Caol Ila kam leicht, nein sogar dezent und torfig daher. Das Flaschenetikett soufflierte von »verkohltem Fleisch beim Barbecue« und »Lagerfeuer am Strand«. Man hoffte, dass er ähnlich gut schmeckt. Das tut er. 50% Alkohol und doch will man ihn nicht verdünnen, sondern einfach möglichst lange im Mund behalten.

Er ist auch kein Standard-Whisky. Nicht direkt von der Brennerei, sondern von der unabhängigen Abfüllung Douglas Laings. Zwar aus dem gleiche Destilat wie alle Caol Ilas, jedoch in andere Fässer abgefüllt, an anderen Orten gelagert, entstehen so besondere Whiskies.

Dieser ist aus einem einzelnen Fass. Deshalb gibt es genau 230,3 Liter dieses Whiskies, die in den Verkauf gegangen sind — 329 Flaschen.

Mein Wisky hat dieses eine Aroma, weil er aus diesem einen Fass abgefüllt wurde, von dem es kein zweites gibt. 329 Flaschen — weltweit!
Und ich habe eine davon… Ich habe die Flasche nach Hause getragen wie einen Schatz.

2 Kommentare

  1. Arne, mein junger Jedi, wir haben uns viel zu lange nicht gesehen. Ich muss uuuumbödüngt mal wieder in Hamburg vorbeischauen. Ich glaub ich hab auch wichtige Arbeit da zu tun. Ja ganz bestimmt sogar. Ich komme … bin praktisch schon unterwegs …

  2. Ben, so einfach kann’s sein. Ja, immer herkommen. Schön hier. Komm per Flugzeug, der Flughafen ist ja gleich bei mir um die Ecke! Genug Whisky ist vorhanden…

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