Endorphinflut

5 Uhr morgens in Beverly Blairsum

Entschuldigen Sie, ich hatte nur vier Stunden Schlaf, viele Getränke und einen Haufen gute Freunde. Da bin ich schonmal müde und aufgekratzt.

Mein Gehirn dümpelt halbschläfrig vor sich hin, und badet in einer Endorphinsuppe, zubereitet von einem wunderschönen Abend voller Gemütlichkeit, mit tollen Menschen, ausgelassenen Gesprächen und Spaziergängen im Morgengrauen.

Ein freundliches Gesicht /
Im Kreis der vertrauten, im schwachen Licht
– Kettcar »Ausgetrunken«

Solche Abende hat man viel zu selten. Könnte man jedes Wochenende gebrauchen. Einfach mal den Alltag aus dem Kopf waschen lassen von einer Endorphinflut. Würde dann aber nicht mehr funktionieren. Das Seltene macht es kostbar.

Gehört auch immer etwas Glück dazu. Irgendwann wird man müde, doch man will noch nicht aufhören, man ignoriert die Uhr, man labert & lört und auf einmal ist aus einem herzlichen Abend ein grandioser Morgen geworden, und nach einer kurzen Nacht wird daraus Butter für die Seele. Eine kostbare Erinnerung von der man noch lange zehren kann.

Nun sitze ich hier und schreibe und versuche das flüchtige Gefühl festzuhalten, und lächle vor mich hin.

Solche Spaziergänge im Morgengrauen

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