Erase and Rewind

Möwe in Lissabon

Hoch die Hände, Jahresende. Gott bin ich froh, dass 2017 hinter mir liegt. Mehr denn je hat dieses Jahr den Wechsel verdient. Die Zäsur. Das „Danke Scheißjahr, nicht deine Schuld, aber lass mal gut sein“ #micdrop.

2017 musste ich funktionieren. Dass es gerade als es anstrengend schien nochmal richtig schlimm wurde, hat dazu geführt, dass ich eine extrem unangenehme zweite Jahreshälfte hatte, gewachsen bin und viel über mich gelernt habe.

An mehr als einem Tag musste ich gepflegt meinen eh schon dezenten Optimismus beerdigen. An manch anderem Tag war ich überrascht, wieviel noch in mir steckte. Darüber hinaus musste ich lernen mich mit meinen Reptiliengehirn zu arrangieren.

2018 hat also einen neuen, verbesserten Arne am Start: stressresistener und krisenerprobt. 😄

Ziele?

Was die Ziele angeht… Im Gegensatz zu 2016 bin ich recht zufrieden – auch wenn ich gewohnheitsmäßig so ziemlich alles gerissen habe, was ich mir vornahm. Aber hey: ich bin gewachsen, besser geworden und habe mich verändert, nur nicht genau in die Richtung die ich damals im Sinn gehabt habe.

Das Bloggen und das Bücherlesen war zwar weniger als angepeilt, doch dafür mehr als die vorhergehenden zwei Jahre zusammen. Weniger Social Media und weniger Hardern hat auch geklappt, denn ich hatte einfach keine Zeit dafür. Ja, ich rechne mir das etwas schön, und ja, ich denke den Luxus darf ich mir an dieser Stelle mal gönnen.

Dafür habe ich mich dabei überrascht, wie ich andere Sachen konsequent durchgezogen habe: mein Bullet Journal das Jahr über, tägliches „Zum Schluss kalt Abduschen“ seit Mitte des Jahres und meinen Bart konsequent wachsen lassen zum Jahresende hin.

Und sonst so?

Mehr Fahrrad bin ich gefahren. Das war so geplant und hat viel Spaß gemacht. Eine Stadt im Sommer auf dem Fahrrad ist einfach eine feine Sache, egal wie kurz der Hamburger Sommer auch gewesen sein mag.

Weniger Whisky und weniger Comics als erwartet fanden ihre Wege in meinen Kopf. Dafür hat Craft Beer endgültig einen Platz in meinem Herzen eingenommen. Hätte ich auch nicht geglaubt, dass ich mal so ein Bier-Fan werden würde.

Reisen

Letztes Jahr war ich wirklich viel unterwegs. ✈️ Im März war ich mal wieder in Stuttgart. ✈️ Der alljährliche Frühjahrsurlaub (oder, wie es in Hamburg heist „Skiferien“) verschlug uns nach Kopenhagen. Welch wunderschöne Stadt, so stylish, so nett, so hyggelig. ✈️ Im Mai ließ mich das Developer Camp in Nürnberg inspiriert zurück. Kaffeeempfehlung: Kaffee Hörna ✈️ Im Sommer probierten wir Ibiza aus, und ich zum ersten Mal Stand-Up-Paddling. Großer Spaß. 🚄 Mit ein paar Freunden lernte ich Leipzig kennen. Schöne Stadt. ✈️ Der Dezember schließlich brachte eine Flucht vor dem unentschlossenen Winter nach Lissabon mit sich. T-Shirt-Wetter im Dezember, Pastel de Nata bis zum Abwinken… oh wie schön ist Lissabon.

Konzerte

Roo Panes, Rolling Stones, Alligatoah, Fest van Cleef, Queens of the Stone Age, Gisbert zu Knyphausen – Konzertmäßig war das Jahr grandios. Auditive Endorphinzufuhr.

Mein Fazit

Was dieses Jahr für mich am meisten gerettet hat, ist letztlich mein Journaling gewesen: festhalten was mich bewegt hat, jeden Tag. Und dabei vor allem den Fokus darauf zu halten, was mich positiv berührt hat.

Beim Durcharbeiten meiner Jahresnotizen stellte ich fest, dass ich auf ein paar fantastischen Konzerten, auf mehreren derbe coolen Events und vor allem: regelmäßig mit meinen Freunden zusammen war – und durch meine Notizen kann ich mich noch immer daran erinnern. Denn davon wird 2017 am allermeisten geprägt sein: von den menschlichen Momenten.

Dem Gefühl zum Trotz, dass mich das Jahr am Ende einfach so ausgespuckt hat, muss ich deshalb festhalten: Das Leben sucht sich seine Highlights, im Großen und im Kleinen, und ich bin dankbar für alle Menschen, mit denen ich diese Momente im vergangenen Jahr teilen konnte. Demzufolge tausend dank für jedes Bier, jeden Tee, jeden Kaffee und jeden Whisky den ich nicht alleine getrunken habe.


Von 2018 erwarte ich mal nichts. Ich würde gerne so weitermachen, denn in meinem „Weiter“ steckt ohnehin immer auch ein „Besser“.

In aller Kürze will ich …

  • 12 Mal bloggen
  • 12 Bücher lesen
  • Jeden Tag in mein Bullet Journal schreiben
  • Kajak fahren lernen (genau, das Boot)

… und dabei das alles, dieses Leben nicht immer so furchtbar ernst nehmen.

4 Kommentare

  1. Kajak-Fahren? Wie geil! Ja, eigentlich muss man das machen, wenn man in Hamburg wohnt, mit dem ganzen Alsterdings vor der Tür. Eher so zum „auf dem Wasser sein“ und „auch mal das Kind mitnehmen“ oder eher so zum „Wildwasser-Eskimorolle-Action!“?

    Wusstest Du, dass ich früher™ oft auf Kanu-Fahrten in Schweden und Norwegen war?

  2. Kajak? Hast Du schon eins? Weißt Du, as für eins Du haben willst? Ich wohn ja jetzt auch direkt am Wasser und mache mir grad genau diese Gedanken…

  3. Kajaks kommen anscheinend ganz hervorragend an 😄

    Also auf die Idee bin ich gekommen, weil es, wie Ben schon sagt, ja den Alsterlauf in unmittelbarer Nähe gibt… und die Aussicht in trauter Einsamkeit auf den wunderschönen Wasserwegen unterwegs zu sein erweckt in mir eine Gewisse Sehnsucht.

    Eigentlich wollte ich schon letztes Jahr diesem Thema nachgehen, kam aber nicht dazu. Dementsprechend habe ich auch noch kein Kajak o.ä. im Auge.

  4. Na dann sei Dir noch ein Kanadier ans Herz gelegt. Da kann dann der junge Herr und die Dame des Herzens mal mit. Und ein Picknickkorb. Und ne Kiste Craftbeer. Boah. Jetzt hab ich Bock auf Kanufahrn.

Schreib eine Antwort

Deine E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Ähnliche Beiträge