Veredeltes Reptil

Schön auf dicke Hose machen
Bei Limp Bizkit kommt zusammen was zusammen gehört: Rumgepose, Lamborghinis, Babes, Caps und Snowboardgoggles?!

Limp Bizkit sind zurück, in Originalbesetzung – und machen alles richtig, nämlich derbst auf dicke Hose.

Die Beats sind fett, die Gitarre so treibend wie eh und jeh und Fred Durst lässt den gleichen schmunzelwürdigen Dünnpfiff ab wie zu seinen besten Zeiten. Es gibt Intros und Skitches und einen Sack voller Worte wie Punk, Rock, Shit, Motherfucker, Jump, Bounce, Fuck und Douchebag – und die artikuliert keiner so *hüstel* eloquent wie Fred. Währenddessen kann man sich von den rotzenden Gitarrenriffs Borlands paralysieren lassen. Das Album hat alles was die alten Alben gut machte, es ist halt alles nur noch ein wenig fetter und überspitzter.

Limp Bizkit machen was sie können und schon immer taten und das in Reinkultur. Das neue Album ist die Golden Cobra: ein nochmal auf Hochglanz poliertes, veredeltes Nu Metal Reptil.
… und ich steh auf den Scheiß, aber sowas von.

»If you don’t like it you can scratch up on these nuts, bitch
[…] get a life, get a motherfucking life«

Limp Bizkit – „Get a Life“

Ein Kommentar

  1. Jetzt erst gelesen, alles korrekt. Fred Dursts postpubertäre Prosa schön und gut, aber: Speziell live ist es tatsächlich Wes Borland, der den Unterschied macht – siehe sein fantastisches Geflirre bei „Douche Bag“. Uno, dos, tres in your face.

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