Wir nennen es Arbeit

Der Blick aus dem ICE nach getaner Arbeit #nofilter

Der Blick aus dem ICE nach getaner Arbeit #nofilter

Vor unheimlich vielen Jahren habe ich »Wir nennen es Arbeit« von Sascha Lobo & Holm Friebe gelesen. Und was soll ich sagen: natürlich begeistere mich dieses Buch über die Maßen. Ich war Student, jung und begeisterungsfähig. Und eh in meinem Kopf zu Hause. Da erschienen mit die Ideen geradezu natürlich, offensichtlich, vollkommen plausibel. Wie sonst sollte die Zukunft der Arbeit aussehen!?

Und wenngleich sich Lobo und Friebe schon ein Bisschen selbst abfeierten, wussten sie, wie man das verkauft, und ich fand mich gefesselt vom vorgestellten Lebensentwurf. Arbeiten, überall! Aus einem Café! Latte Macchiato und MacBooks. Wir sind die Zukunft. Und gebildet. Wir sind die Digitale Bohème !!!!1111!!!EINSELF!!!!

Gut 10 Jahre später bin ich natürlich weiser und kenne den Mehrwert von Büros. Und geregelten Arbeitszeiten. Und wenn ich ehrlich bin halte ich auch Latte Macchiato für dezent überschätzt.

Gleichzeitig bin ich Remote Worker und arbeite mal von zu Hause aus, mal von meinem Büroarbeitsplatz in Hamburg, öfters aus den ICE, regelmäßig aus Bielefeld und Berlin und ein paar Mal im Jahr aus Thüringen (bei meinen Schwiegereltern) und Jever (meiner Heimat).

Neu hinzu kam jetzt ein Launch mit meinen Kollegen. In Hannover. In der Lounge der Deutschen Bahn am Hauptbahnhof. Wir hatten einen Konferenzraum gebucht, doch leider ziehen sich Launches manchmal,… naja, immer etwas. Also sind wir auf die DB Lounge ausgewichen. Als Viel-Bahnfahrer kommt man ja rein, und kann bei kostenlosen Getränken verweilen. Dank LTE kann man heutzutage dann auch wirklich von überall aus Launchen.

Das war natürlich ein großer Spaß mit einer Prise Rock’n’Roll.

Launchen in der Lounge #wirnennenesarbeit #bahncomfort #rocknroll

Am Tag danach sickert erst so richtig durch, wie absolut verrückt das eigentlich ist. Ich bin total fasziniert, wieviel Flexibilität man in seiner Arbeitsinfrastruktur heutzutage hat, wenn man sich denn mal traut, das konsequent auszuprobieren.

Umgekehrt weiß ich das räumliche Beisammensein sehr zu schätzen, genieße es auch sehr. Dennoch verwundert es mich, wie viele Firmen sich der Telearbeit, wie sie häufig im Firmendeutsch noch heißt, nach wie vor verschließen, obwohl sie vom Arbeitsbild her möglich wäre.

Meinem früheren Ich, also Arne minus 10 Lebensjahre, hätte das vorzüglich gefallen, dieser Stunt gestern. Der heutige Arne hingegen ist hauptsächlich froh, in sein Bett zu können, nach dem gestrigen, langen aushäusigen Tag.

Denn was Betten angeht bin ich nicht so Bohème. Ich kann nahezu überall schlafen, an den unmöglichsten Orten, nur: möchte ich lieber nicht. Home is nunmal where my Kuschelbett is.

4 Kommentare

  1. Grins du nur, du Pursche. :D Dafür geh ich mit Arne Burger essen und wir zerreissen uns das Maul über Bielefeld. :D

  2. Ach Nico, wenn du mich am Montag Morgen erwischt, wenn ich einsam im Home Office in meinen Kaffee weine, dann bin ich für alles offen :D

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