Zu groß und zu klein

Wir erinnern uns: vor 3 Jahren debattierte ich länglich die richtige Größe meines Smartphones.

Mein Fazit damals, das iPhone 6 betreffend:

»Hurra!«, ruft der Arne. »Ich will nicht mehr nörgeln und schrei‘n, das 6er ist weder zu groß noch zu klein!«

Das 6 Plus würde es demnach nicht. Dennoch war ich fasziniert: »was für ein vielversprechendes Konzept«.

18 Monate später änderte ich meine Meinung dann, oder „Versuchte mal was anderes“ und besitze seitdem ein 6s Plus als Firmendhandy. Das hatte dann weitere 16 Monate später wiederum ein kleines Intermezzo: der Optimierer in mit probierte – mal wieder – etwas kleineres, in Form des iPhone 7. Wirklich nur zum probieren, gemietet, für 2 Monate.

Dramatische Pause.

Langes, schweres Seufzen.

It’s complicated.

Fazit nach diesem Experiment: Keines der beiden Telefone hat die richtige Größe.

Das Große ist schwer und liegt satt in der Hand. Es ist angenehm dick. Ja, Gewicht hat bei Smartphones auch sein Gutes, finde ich. Der Akku hält eeewig. Auf dem breiten Display lässt sich hervorragend tippen. Das Große ist eine Schreibmaschine. Alles ist groß und luftig, und es macht Spaß. Einhandbedienung geht noch, aber da ist das Kleine auch nicht perfekt. Der wirklich wirklich wichtige Punkt nochmal: das Große ist eine Schreib-Maschine. Diesen Text habe ich darauf getippt und empfinde es als durchaus entspannend, hier meine Gedanken reinzudaumen.

Das Kleine hingegen ist schon nett weil handlicher, lässt sich einhändig besser halten, jaja. Nur das Tippen treibt mich in die Wut. So kleine Tasten. Und ich habe schon die Tastatur ohne die deutschen Umlaute aktiviert.

Alles in allem ist das Große also unhandlicher, aber die Benutzung ist in fast allen Bereichen die besssere. Das fasziniert mich nach wie vor.

Es kommt aber auch sicher drauf an was man so mit seinem Gerät macht.

Mein iPhone verbringt seine Zeit zum Großteil mit Lesen und Schreiben. Bei beidem ist das Große dem Kleinen überlegen.

Soll das iPhone ein „immer dabei“ Dingsi sein, das dich möglichst unauffällig begleitet? Das spricht natürlich eher für das Kleine. Andererseits kriege ich das Große inzwischen nahezu selbstverständlich in meiner Garderobe unter, ohne dass es mich nervt.

Mein Fazit vorerst:
Taschen-Computer ist das Große.
Telefon das Kleine.
… und ich telefoniere kaum.

Falls es beim iPhone 8 – wie gerüchtet wird – eine Zwischengröße gibt, würde ich wohl die nehmen.
Am Ende zählt aber die Breite des Gerätes. Ich hätte gerne „das kleine dicke iPhone“. So wie damals den kleinen dicken iPod, falls sich da noch jemand dran erinnert.

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